Musik- und Wintersportmuseum Klingenthal
Musik- und Wintersportmuseum
© Thomas Lenk

Musik- und Wintersportmuseum Klingenthal

Die Musikstadt Klingenthal hat sich durch den Musikinstrumentenbau und eine intensive Musikpflege sowie durch den mit internationalem Erfolg betriebenen Nordischen Skisport in der Welt einen Namen gemacht. Die Bestrebungen der einheimischen Bürger, die für den Ort so bedeutsame Geschichte in einem Museum zu bewahren und zu erforschen, gehen bis in das letzte Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts zurück. Einhundert Jahre später setzen engagierte, heimatverbundene Bürger aus Klingenthal diesen Wunsch in die Tat um, indem sie 1989 das ehemalige Wohnhaus des Sanitätsrates Dr. Giers vor dem Abriss bewahrten und die Schaffung eines Museums zielstrebig verfolgten. Das mehr als zweihundert Jahre alte Bürgerhaus wurde in einer handwerklichen Meisterleistung wieder hergerichtet und so konnte im Dezember 1995 das Museum darin eröffnet werden.

Im ersten Teil der ständigen Ausstellung werden dem Besucher interessante Einblicke in die Entwicklung des Musikinstrumentenbaus der hiesigen Region gegeben, der hier von Beginn an grenzüberschreitend zwischen Sachsen und Böhmen wirkte. Den Grundstein legten Geigenbauer aus Böhmen, die sich im 17. Jahrhundert im sächsischen Vogtland ansiedelten, da sie ihres protestantischen Glaubens wegen aus ihrer Heimat vertrieben wurden. Unter den Exponaten befinden sich das Siegel der 1716 gegründeten Klingenthaler Geigenmacherinnung und Instrumente bekannter Klingenthaler Geigenbauer. Blas- und Zupfinstrumente verdeutlichen die weitere Entwicklung des Musikinstrumentenbaus im vogtländischen Musikwinkel. Einen großen Umfang nimmt die Darstellung der Akkordeon- und Harmonikaproduktion ein, die sich seit 1829 für die Stadt Klingenthal und ihre Umgebung zur dominierenden Branche des Musikinstrumentenbaus entwickelte und Klingenthal damit Weltruf erlangte.


Der zweite Ausstellungsteil umfasst die Geschichte des Wintersports im Klingenthaler Gebiet. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts begann sich hier der Nordische Skisport organisiert zu entwickeln. Im Klingenthal-Aschberggebiet und Mühlleithen gründeten sich Wintersportvereine. Die erste große Sprungschanze im Territorium wurde 1924 eingeweiht. Unter den Exponaten befinden sich Medaillen und Pokale der erfolgreichen Klingenthaler Skisportler, Wintersportgeräte sowie mehrere Modelle der heimischen Skisprungschanzen, darunter die legendäre Aschbergschanze und die neue Großschanze der Vogtlandarena.

Interessante Veranstaltungen, Sonderausstellungen und das Museumsfest in den Sommermonaten erweitern das Angebot im Dr. Giers-Haus. Für die einheimische Bevölkerung und die zahlreichen Gäste aus dem In- und Ausland ist das Musik- und Wintersportmuseum zusammen mit der Tourist-Information, die sich ebenfalls im Haus befindet, ein Anlaufpunkt und das kulturelle Zentrum der Stadt Klingenthal.

Ein Höhepunkt im Musik- und Wintersportmuseum ist die jährliche Weihnachtsausstellung. Unter den Exponaten befinden sich sowohl historisches Spielzeug als auch weihnachtliches Kunsthandwerk, darunter manche Raritäten aus Privatsammlungen. An den Adventswochenenden wird nachmittags musiziert, geklöppelt und geschnitzt. 

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag 10.00 - 16.00 Uhr
Samstag, Sonntag 13.00 - 17.00 Uhr
Musik- und Wintersportmuseum Klingenthal
Schloßstraße 3
08248 Klingenthal
Telefon: 037467 648 -27 oder -29
museum@klingenthal.de
www.klingenthal.de
 
 
 
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