Einsteigen und abschalten...
Wegen solch toller Ausblicke wird Schöneck auch als Balkon des Vogtlandes bezeichnet
© S.Kragl

Einsteigen und abschalten...

... ist auf dem 289 km langen Kammweg Erzgebirge-Vogtland angesagt. Kein Handy, keine Börsenkurse, kein Mail-Empfang. Stattdessen Natur in all ihren Facetten, herrliche Ausblicke und vieles zu entdecken. Tun Sie es auch.

Start/Ziel:

Der Qualitätswanderweg Kammweg Erzgebirge-Vogtland beginnt in Altenberg/Geising im Osterzgebirge, durchquert Erzgebirge und Vogtland. Der Weg endet am Drehkreuz des Wanderns in Blankenstein/Thüringen. Der Wanderweg ist in beide Richtungen begehbar!

Verlauf im Vogtland:

Vom Erzgebirge kommend ist Morgenröthe-Rautenkranz mit seiner Raumfahrtausstellung ein erster Anlaufpunkt am Kammweg im Vogtland. Im dicht bewaldeten Gebiet um Mühlleithen findet der Wanderer Ruhe und die pure Natur. Oft hört er nur die eigenen Trittgeräusche oder das sanfte Rauschen der Blätter einzelner Laubbäume. Und dann, ganz unvermittelt, steht man vor einem Phänomen, dem einzigartigen Topasfelsen, dem Schneckenstein. Seine Besonderheiten erkennt man nicht auf den ersten Blick, das Vogtländisch-Böhmische Mineralienzentrum liefert umfassende Information, erforscht seine Geschichte und die des Bergbaus der Region, die in der Grube Tannenberg auch noch heute untertage erfahren werden darf.

Doch zurück zu Wald und Wasser. Den Weg zur Talsperre Muldenberg begleitet ein Floßgrabensystem der 300 Jahre alten Scheitholzflößerei im Vogtland. Der Salzabbau um Halle benötigte das Holz. Die bemoosten Waldpfade um die Talsperre Muldenberg wiegen den Wanderer in Richtung Schöneck, dem Balkon des Vogtlandes. Der beliebte Urlaubsort wird wegen seiner beeindruckenden Ausblicke in die sanft-hügelige Kuppenlandschaft des Vogtlandes so genannt, die den Kammweg im Land der Vögte so besonders macht. Abstecher ins Zigarren- und Heimatmuseum oder ins Brauereimuseum bieten sich hier an. Wer nach der Ruhe beim Wandern mal etwas mehr Action möchte: Wie wäre es mit einem Besuch des Kletter- und Seilbahnwaldes oder des Erlebnisbades! Danach geht's gutgelaunt auf dem Kammweg weiter.

Die 55 beeindruckenden Aussichten auf einer Strecke von 80 Kilometern (im vogtländischen Streckenabschnitt) zeigen sein abwechslungsreiches Gesicht schon zwischen Schöneck und Leubetha. Nach Gettengrün, dem Geburtsort des Illustrators und Zeichners Erich Ohser (e.o.plauen) ist man dem Dreiländereck Sachsen - Böhmen - Bayern ganz nah.

Weiter geht es in sanftem auf und ab durch die ehemalige deutsch-deutsche Grenzregion in das verzaubert anmutende Burgsteingebiet. Hier scheint die Zeit stehen geblieben - in positivem Sinne. Eine märchenhafte Landschaft, mit kleinen Dörfern, engen kaum befahrenen Verbindungsstraßen, hier ein Tupfer Wald, da ein Tupfer Acker. 

Bald spürt man den Atem der deutschen Geschichte im einstigen Grenzsperrgebiet. Das gut ausgebaute Bahnhofsgebäude am ehemaligen deutsch-deutschen Grenzbahnhof in Gutenfürst - heute nur noch ein Bedarfshalt der Vogtlandbahn - lässt die einstige Bedeutung dieses Ortes noch erahnen. Und damit ist fast die letzte Station auf sächsischer Seite erreicht. Am neu errichteten Drei-Freistaaten-Stein treffen Bayern, Thüringen und Sachsen aufeinander.

Nach einem weiteren Tagesmarsch erreicht man in Blankenstein den „väterlichen Freund" des Kammweges, den Rennsteig. Doch nicht genug, hier finden sich mit dem Frankenweg und Fränkischen Gebirgsweg zwei weitere Qualitätswege ein. Man nennt den Ort auch anerkennend Drehkreuz des Wanderns.

weitere Informationen und Übersichtskarten finden Sie hier

 

 
 
 
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