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© Grebmer, Kneipp-Bund e.V.
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Sebastian Kneipp, bekannt als "der Wasserdoktor" gilt als Begründer der heutigen Naturheilverfahren. Er wurde am 17. Mai 1821 in Stefansried bei Ottobeuren geboren. Die Eltern waren arm, und Sebastian Kneipp musste schon früh helfen, den Lebensunterhalt der Familie zu sichern. Er erlernte - ebenso wie sein Vater - den Beruf des Webers. Dennoch war in ihm schon frühzeitig der Wunsch zum Erlernen des Priesteramtes gereift. Ab 1844 besuchte er das Gymnasium in Dillingen. Nach dem Ende der Gymnasiumszeit studierte er Theologie in Dillingen. Seine erste Kaplanstelle trat er im Oktober 1852 in Biberach bei Augsburg an. Nach seiner erfolgreichen Selbstheilung und seiner guten Erfahrungen, die er mit Wasseranwendungen gemacht hatte, empfahl er nun auch anderen die Anwendung von Güssen und Bädern. Als er einer an Cholera erkrankten Frau 1854 Heißanwendungen verordnete, wurde er wegen Kurpfuscherei angezeigt und zu 2 Gulden Geldstrafe verurteilt. Im Jahre 1855 wurde Sebastian Kneipp Beichtvater der Dominikanerinnen in Wörishofen. Immer wieder erfolgten heftige Angriffe gegen Kneipp, wenn er seine Anwendungen verordnete. 1881 wurde Sebastian Kneipp Pfarrer in Wörishofen. Drei Jahre später bat Erzabt Maurus Wolter Sebastian Kneipp um Hilfe. Er war es auch, der Kneipp veranlasste, sein Wissen aufzuschreiben. "So sollt ihr leben" erschien 1889 und wurde ebenfalls zum Bestseller. Es folgten zahlreiche Vorträge, die Kneipp in Wörishofen und auch darüber hinaus hielt. 1893 wurde er von Papst Leo XIII. zum Päpstlichen Geheimkämmerer ernannt und erhielt den Titel "Monsignore". 1893 erschien "Mein Testament". Ein Jahr später wurde der Internationale Verein Kneippscher Ärzte gegründet. Kneipp reiste nach Rom, wo er den Papst auf dessen Wunsch hin mit Waschungen behandelte. In Wörishofen wurden das Sebastianeum erweitert und das Kneippianum errichtet. |